"Raubritter" zwischen Heide, Harz und Weser

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416 pages 2007

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Das Buch entführt den Leser in die Epoche des spätmittelalterlichen Raubrittertums, als ein Teil unseres Adels auf seinen Burgen das Raubgesinde hauste, von dort herab mit seinen Spießgesellen auf den Kaufmann hielt und seine Fehden ins Land trug.
Folglich mangelt es auch bei uns nicht an „bösen Raubschlössern“ und verwegenen Gestalten, Abenteurern und „Haudegen“, oft aus den vornehmsten Familien. Viele waren Gottes Freund und aller Welt Feind wie die von Schwicheldt auf der Harzburg und anderenorts. Selbst der berüchtigte „Räuber Lippold“, der von seiner festungsartig ausgebauten Felsenhöhle bei Brunkensen (Alfeld) sein Unwesen trieb, war offenbar edlen Geblüts ... Der Reigen spannt sich bis hin zu den schon sprichwörtlich großen "Vorbildern" wie dem „bösen“ Herzog Otto „von der Leyne“, dem umtriebigen Quaden, der keiner Fehde aus dem Wege ging oder dem Herzog Friedrich Turbulentus (nomen est omen), der selbst den päpstlichen Legaten überfiel, um nur einige der prominentesten Vertreter zu nennen. Sie waren auf ihre Ehre bedacht und taten sich als Wegelagerer hervor; manchmal fast ihr ganzes Leben lang geächtet und vogelfrei, scherten sie sich weder um Gesetz noch um Moral – bis die Raubfesten und „Zwingburgen“ der Placker und Landverderber, die die Gegend drangsalierten, unter dem alliierten Bombardement der städtischen und landesfürstlichen Donnerbüchsen in Schutt und Asche sanken.
Das allemal dramatische Szenario lässt die abenteuerliche Realität einer vergangenen Epoche auferstehen. Dabei wird auch das Schicksal der ohnehin gedrückten und unter dem ewigen Rauben, Brennen und Plündern zusätzlich leidenden Landbevölkerung nicht ausgespart.

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