Doppelleben
Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop
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Das Buch 'Doppelleben' baut eine Parallele zwischen Täter (Rober Alesch) und Opfer (Samuel Beckett) auf. 0Der Täter: 0Robert Alesch, geboren am 6. März 1906 in Aspelt, wird Priester in Fribourg (Schweiz), Kaplan in La Varenne-Saint-Hilaire, einem Ortsteil von Saint-Maur-des-Fossés, Agent der deutschen Abwehr in Paris, Menschenjäger, Denunziant. Er hat mehr als 100 Menschenleben auf dem Gewissen, wird zum Tode verurteilt und am 25. Januar 1949 im Fort de Montrouge (Arcueil) hingerichtet. 00Das Opfer: 0Samuel Beckett, geboren am 13. April 1906 in Irland, lebt seit 1937 in Paris, wird Mitglied der Widerstandsorganisation?Gloria SMH±, der auch die bekannte Germaine Tillion angehört. Der Ring wird von Alesch verraten, Beckett kann im letzten Augenblick vor der Gestapo flüchten, lebt das Leben eines auf einen?Passeur± Wartenden, eines Hungernden und eines Maquisard in Roussillon (Vaucluse). Nach seiner Rückkehr nach Paris widmet er sechs Jahre ausschließlich dem Schreiben und erringt Weltruhm mit dem Stück Warten auf Godot, das er am 29. Januar vollendet, vier Tage nach der Hinrichtung von Alesch. 00Die äußerst genau recherchierte Dokumentation zeichnet erstmals den immer noch weitgehend unbekannten Lebensweg von Abbé Alesch auf, bindet ihn in die Geschichte seiner Familie und seines verbrecherischen Doppellebens ein, belegt zugleich präzise die jungen Lebensjahre von Beckett, sein Doppelleben als Schriftsteller und Résistant, und wirft ein neues Licht auf die tragischste Epoche des 20. Jahrhunderts.
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