Claudius Taurinensis, Tractatus in Epistola Ad Ephesios, Tra
Claudius Taurinensis, Tractatus in Epistola Ad Ephesios, Tractatus in Epistola Ad Philippe
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"Als Häretiker verdächtigt, doch als Bibelexeget geschätzt: Mit diesem Profil ist Claudius von Turin (ca. 780-827/28) bekannt. In der Tat ist sein Eifer als Bischof gegen den Bilder- und Reliquienkult von zeitgenössischen Theologen wie Jonas von Orléans und Dungal scharf kritisiert worden. Seine zahlreichen Kommentare zum Alten und Neuen Testament wurden aber bereits zu seiner Zeit geschätzt, dann häufig wiederverwendet und ggf. pseudepigraphisch überliefert. Im Laufe der Zeit sind sie fast in Vergessenheit geraten, verloren gegangen oder lange unveröffentlicht geblieben. Dies gilt auch für die Kommentare zum Epheser- bzw. zum Philipperbrief, die Claudius kurz vor seiner Übernahme des Bischofsamtes verfasst und dem Kaiser Ludwig dem Frommen gewidmet hat; bei ihm hatte er zuvor als Hofkaplan gewirkt. Diese Kommentare bestehen – ebenso wie die anderen des Claudius – aus Exzerpten verschiedener patristischer Quellen, darunter auch wenig bekannte Pauluskom¬mentare. Augustins Schriften, besonders die zur Gnadenlehre, spielen eine zentrale Rolle. Gerade an der Auswahl von patristischen Stellen lässt sich Claudius’ Bibel- und Theologieverständnis ablesen: Darin besteht das Interesse an diesen kompilatorischen Werken, die hier zum erstmal im Druck erscheinen."--
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