Die Kapitulation
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Amery interpretiert die Unterwerfung des deutschen Katholizismus unter das Hitler-Regime als eine Kapitulation des bürgerlich-katholischen »Milieus": Auch wenn die Kirchenführung 1933 entschieden opponiert hätte - was sie nicht tat -, wäre das »Milieu« nicht gewillt gewesen, »seine soziale Haut zu Markte zu tragen": »Die große Mehrheit derer, die man noch gutgesinnt nennen mochte, verweigerte von Anfang an die Widerstandsarbeit; besser gesagt, sie war gar nicht imstande dazu, weil ihr die seelischen und moralischen Voraussetzungen völlig fehlten.«
Deutschlands »Milieukatholizismus«, so meint der »Kapitulation«-Autor, habe wohl auch gehofft, »im 'allgemeinen 'Aufbruch der Nation' jene Feinde niederzuschlagen, die man vor allen anderen gefürchtet hatte: den Liberalismus, den Sozialismus - und die 'allgemeine Unsittlichkeit', das heißt die individuelle Emanzipation und ihre negativen Folgen. Vielleicht gelang es, mit einem Wort, die gute alte Ordnung wiederherzustellen«.
Deutschlands »Milieukatholizismus«, so meint der »Kapitulation«-Autor, habe wohl auch gehofft, »im 'allgemeinen 'Aufbruch der Nation' jene Feinde niederzuschlagen, die man vor allen anderen gefürchtet hatte: den Liberalismus, den Sozialismus - und die 'allgemeine Unsittlichkeit', das heißt die individuelle Emanzipation und ihre negativen Folgen. Vielleicht gelang es, mit einem Wort, die gute alte Ordnung wiederherzustellen«.
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