Esméralda

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33 pages 2005

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Dieses Buch bietet eine Neulektüre von Thomas Manns {u203A}Deutschland-Roman{u2039}: Überzeugend zeigt Eckart Goebel, dass sich Victor Hugos Roman »Der Glöckner von Notre-Dame± (1831) als ein weiterer Referenztext des »Doktor Faustus± lesen lässt. Mit Blick auf die {u203A}klassischen{u2039} kulturhistorischen Studien Meineckes, Plessners und Lacoue-Labarthes beleuchtet Goebel einleitend die deutsch-französischen {u203A}Kulturkriege{u2039}, um das Verständnis für die politischen und kulturellen Grundlagen von Thomas Manns Altersroman zu erweitern. Der Verlauf der (Kranken-)Vita Adrian Leverkühns ist präzise an Eckdaten der seit 1871 {u203A}vergifteten{u2039} deutsch-französischen Beziehungen gekoppelt. Anhand dieser Verknüpfung bestätigt Goebel eine umstrittene These zum »Doktor Faustus± mit neuer Begründung: Das {u203A}Gift der Franzosenkrankheit{u2039} stiftet die allegorische Parallele zwischen dem deutschen Tonsetzer und seinem Land. Deutlich erkennbar wird in der vorliegenden Interpretation zudem die literarische Abbitte Thomas Manns an seinen Bruder Heinrich {u2013} als Widerruf der »Betrachtungen eines Unpolitischen± von 1918. --

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