Der Solljunge oder ich unter den Anderen

autobiographischer Roman

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256 pages 1997

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Er war der Jüngste, der Dritte, der, mit dem sein Vater das -Soll- gegenüber Volk und Führer erfüllte. Einer, der oft krank war, allein mit seiner Eisenbahn spielte, stundenlang am Radio saß und fremden Stimmen lauschte. Mit den Helden seiner Zeit hatte er wenig gemein - und litt darunter.
Dem Tod begegnet der Vierjährige, als die Nachbarin bei einer Gasexplosion ums Leben kommt. Ein Erlebnis, das beinahe zehn Jahre lang in seinen Träumen wiederkehrt. Mit Neun ist er auf einem Bauernhof bei Celle dem zerbombten Ruhrgebiet glücklich entronnen. Dort avanciert der Vater, bis vor kurzem braver Parteigenosse, zum -guten Kommunisten-, was ihm ein vorbeiziehender Politkommissar auch noch schriftlich gibt. Den Tanzunterricht im verklemmten, lustfeindlichen Klima der fünfziger Jahre empfindet der unsichere Teenager als Bühne für Balzrituale und Fleischbeschau. Wüßte der Leser nicht, was aus diesem zarten Jungen geworden ist, es könnte ihm bang werden um dessen Zukunft.

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