Stadt-Kultur und frühe Hof-Kultur in der Renaissance

Federico Montefeltro von Urbino, Luciano Laurana, Francesco di Giorgio Martini: Zusammenhänge zwischen Politik und Ästhetik

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320 pages 2003

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Urbino ist eine der besterhaltenen italienischen Städte. Mit der Residenz des Grafen Federico von Montefeltro besitzt sie einen der wichtigsten künstlerischen Komplexe der Renaissance. In der Gestalt einer Gesellschafts- und Stadt-Biografie wird vor unseren Augen eine der interessantesten Persönlichkeiten des 15. Jahrhunderts lebendig: Federico war ein glänzender Organisator und Problemlöser. Und ein Mann, der Geld und Kultur miteinander zu verbinden wusste.
Dieses Buch gibt Einblick in ein Panorama der spätmittelalterlichen Stadt-Kultur und der Vorgänge am Hof. Denn Stadt und Hof stehen hier in enger Verbindung miteinander.
Mithilfe der beiden berühmten Renaissance-Architekten Luciano Laurana und Francesco di Giorgio Martini schafft sich Federico eines der künstlerischen Hauptwerke seiner Epoche: ein kleines Florenz.
Das Konzept, das er mit seinen avantgardistischen Entwerfern entwickelt, können wir "Einfachheit mit Geist" nennen.
Vieles an Federico Montefeltro, an seinem Ambiente und am Konzept, ist für unsere aktuellen Diskussionen lehrreich.
An diesem exemplarischen Fall entwickelt Roland Günter, Professor für Kunstgeschichte in Bielefeld und Hamburg, eine neue Theorie der Renaissance. Und eine sozialgeschichtlich fundierte neue Theorie der Perspektive: als intensivierte Kommunikation.
Beide Theorien entstanden aus sorgfältiger Quellen-Analyse und subtiler Erarbeitung des zeitgenössischen Kontextes.

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