Das Gefängnis der Wünsche

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246 pages 1992

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"Ein Roman um das Verhältnis von Sexualität, Macht und Gewalt. Dem unbekannten Marquis de Sade gerecht zu werden, ist eines seiner Anliegen. Døch reicht seine Bedeutung weit darüber hinaus. "Das Gefängnis der Wünsche" ist eine faszinierende, tempo- und anspielungsreiche Auseinandersetzung mit einem Augenblick europäischer Geistesgeschichte--und "die im äußersten vibrierende Sinnlichkeit, Begierde, Erregung aus sich selbst, die keine Partnerin, keinen Partner findet zur Entspannung, Entsprechung, Erlösung." Die geographischen Eckpfeiler des Romans: Paris, Schloß Lacoste in der Provence, Berlin--genauer: der Ort der einstigen Mauer--, Weimar, Buchenwald. Der zeitliche Rahmen ist weit gespannt: 1789, das späte 18., das frühe 19. Jahrhundert--die unmittelbare Gegenwart: heute. Die Figuren: der Marquis de Sade, Goethe. Zeitgenossen, geistige Gegenspieler, die sich hätten begegnen können--in Neapel zum Beispiel--, die sich nie begegnet sind: die im Kopf des Ich-Erzählers aufeinandertreffen. Doch der eigentliche Ort der Handlung ist das Gefängnis: der Kerker der Bastille, wo man de Sade gefangenhält, der Folterkerker der Moderne, irgendwo und überall auf der Welt, der Kerker des menschlichen Schädels, der unablässig Vorstellungen und Obsessionen produziert--das Gefängnis der Wünsche. Beherrschendes Symbol des Romans ist die Guillotine: die Tötungsmaschine, die zu Beginn der Neuzeit Kopf und Körper trennt, der technische Sündenfall, im Augenblick der Freiheit, der Revolution geschaffen, in den Jahrhunderten, die seither vergangen sind, vervollkommnet. De Sade hätte sich an ihrer Stelle eine Lustmaschine erträumt..."--Pubilsher description.

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