Der krankhafte Verkleidungstrieb
Beiträge zur Erforschung der Transvestie
18 min read
Rate this book:
About This Book
Nach Hirschfelds Pionierwerk »Die Transvestiten« ist dies das wohl einzige Buch in den 20er Jahren, das sich explizit Trans\* widmet, damit wohl die 2. Monographie zu Trans\* überhaupt (zumindest auf Deutsch).
Pettows Definition von Trans\* am Anfang des Buches ist im Gegensatz zum Titel nicht mal pathologisierend: »Als Transvestie ist zu definieren das auf Grund eines psychologischen Zwangs erfolgende perpetuelle oder temporär-periodische Ablegen der dem Geschlecht oder der Altersstufe nach allgemeinem Brauch zukommenden und Anlegen einer diesen Voraussetzungen nicht entsprechenden Kleidung. […] Vor allem ist daran festzuhalten, daß von echter Transvestie nur dann die Rede sein kann, wenn sie auf Grund eines unwiderstehlichen, inneren Triebes auftritt und somit das in ihrer Macht befindliche Subjekt zur Vornahme der sonderbaren Kleidungsänderung psychisch zwingt, und zwar mit dem Effekt, daß der psychischen die physische Umwandlung entspricht. Das heißt, daß das betreffende Individuum sich nicht nur äußerlich, sondern ebenso seelisch mit jeder Faser verwandelt fühlt. Dies letztere ist der springende Punkt […]«
Die Sprache ist der Zeit entsprechend umständlich, und der Wechsel wird nur an der Kleidung festgemacht (mit körperliche Anpassungen fing man da erst in sehr experimentellen Maß an), aber ansonsten ist die Beschreibung doch sehr zutreffend. —Lili-Elbe-Bibliothek
Pettows Definition von Trans\* am Anfang des Buches ist im Gegensatz zum Titel nicht mal pathologisierend: »Als Transvestie ist zu definieren das auf Grund eines psychologischen Zwangs erfolgende perpetuelle oder temporär-periodische Ablegen der dem Geschlecht oder der Altersstufe nach allgemeinem Brauch zukommenden und Anlegen einer diesen Voraussetzungen nicht entsprechenden Kleidung. […] Vor allem ist daran festzuhalten, daß von echter Transvestie nur dann die Rede sein kann, wenn sie auf Grund eines unwiderstehlichen, inneren Triebes auftritt und somit das in ihrer Macht befindliche Subjekt zur Vornahme der sonderbaren Kleidungsänderung psychisch zwingt, und zwar mit dem Effekt, daß der psychischen die physische Umwandlung entspricht. Das heißt, daß das betreffende Individuum sich nicht nur äußerlich, sondern ebenso seelisch mit jeder Faser verwandelt fühlt. Dies letztere ist der springende Punkt […]«
Die Sprache ist der Zeit entsprechend umständlich, und der Wechsel wird nur an der Kleidung festgemacht (mit körperliche Anpassungen fing man da erst in sehr experimentellen Maß an), aber ansonsten ist die Beschreibung doch sehr zutreffend. —Lili-Elbe-Bibliothek
Buy This Book
As an Amazon Associate and Bookshop.org affiliate, BookOrb earns from qualifying purchases.
Write a Review
Sign in to write a review.