Unbekannte unterirdische Augsburger Kanäle
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Unbekannte unterirdische Augsburger Kanäle

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46 pages 2017

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Die Lechkanäle sind ein integraler Bestandteil der Bewerbung der Stadt Augsburg um die Aufnahme ihrer historischen Wasserwirtschaft in die Liste des UNESCO-Welterbes. Nicht ohne Grund steht im Bewerbungstitel "Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg" der Wasserbau an erster Stelle. Wasserbau spielte schon für das römische Augsburg eine bedeutende Rolle. Ein viele Kilometer langer Singoldkanal über das Lechfeld versorgte Augusta Vindelicum mit Brauchwasser, und eine Hafenanlage am Lech ermöglichte den Transport auf dem Wasserweg. Für die UNESCO-Bewerbung der Stadt Augsburg haben die seit dem Mittelalter schriftlich überlieferten Treibwasserkanäle im Lechviertel oder ausserhalb der östlichen Stadtmauer eine zentrale Bedeutung. Das innerstädtische Netz des Lechkanalsystems verläuft dort jedoch nur teilweise offen: Für die Überbauung mit Gebäuden, Plätzen und Strassen wurden diese Kanäle auf zahlreichen Abschnitten überwölbt. Bernhard Häck, Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, hat 2016 erstmals systematisch untersucht, was diese Überbauungen verbergen. Er hat die Bauweise der unterirdischen - in den Katasterplänen meist nur ungenau dargestellten - Kanäle und ihrer Überwölbungen mit baulichen Relikten bis aus der Zeit der Gotik und der Renaissance aufgenommen. Häck schildert die Sicht auf die Kanäle und ihren Verlauf von unten und liefert damit nach seiner Befahrung (Begehung) ausgesuchter teilüberdeckter Kanäle im Lechviertel eine erste denkmalfachliche Bewertung.

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