Mit Beuys Evolution denken
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Mit Beuys Evolution denken

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287 pages 2020

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Der Begriff der Evolution wird in der deutschen Sprache in der Regel in seiner naturgeschichtlich-biologischen Bedeutung gebraucht und bezeichnet dort die Entwicklung der irdischen Natur von den Gesteinen über die Pflanzen zu Tier und Mensch. Joseph Beuys (1921?1986) benutzte diesen Begriff bei der Entwicklung seiner plastischen Theorie in mehreren Dimensionen. Neben die naturgeschichtliche treten die kosmische Geschichte, die geisteswissenschaftliche Geschichte und die Sozialgeschichte derMenschheit.0Ausgangspunkt für Volker Harlans Untersuchung ist eine Zeichnung, die Beuys für ihn angefertigt hat und in der er das Ergebnis längerer Diskussionen illustrierend festhält. Die Zeichnung ist auf den 1. Juli 1974 datiert und hat das Format 29,7 x 42 cm. Sie enthält Chiffren und insgesamt 41 Begriffe. Volker Harlan beginnt seine Untersuchung mit einer praktischen Lesehilfe, um dann Schritt für Schritt und philologisch umfassend aus den vielen Äußerungen des Künstlers und weiteren Diagrammen das Weltbild und die Theorie, die Beuys als Bildhauer entwickelt hat, herauszuschälen und zu erläutern: von der dreigliedrigen Gestalt der Pflanze über die drei Phasen der?Plastischen Theorie? bis zur?Dreigliederung des sozialen Organismus?. Von seinen frühesten Zeichnungen bis zu den bei späteren Vorträgen entstandenen Kreidezeichnungen auf Schultafeln hat Beuys bis zum letzten Atemzug sein gedankliches Konzept vorgetragen, vertreten und propagiert. Es war einzigartig unter den Künstlertheorien der Gegenwart und erlaubte ihm, in alle Felder von Kunst und Gesellschaft vorzudringen, Gehör zu finden und zudem bleibende Werke zu schaffen.

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