Apparition, Körper, Bild
Apparition, Körper, Bild
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Gemeinsame Eigenschaft der Werke aus der Malerei der Frührenaissance und dem Film der 1920er bis 1940er Jahre ist die perspektivische Darstellung körperlich-räumlicher Gebilde. Inwiefern ruft das Helldunkel, auch chiaroscuro genannt, ein Bewusstsein für die Verlebendigung des im Bild Wiedergegebenen hervor? Die Natur wird nicht nur täuschend echt dargestellt, es wird auch die Möglichkeit ihrer Erfahrbarkeit thematisiert. Die Spannung zwischen zwei Aspekten des Helldunkel findet sich in beiden Epochen: Dem Skulpturalen einerseits, das die Figur vom Bildgrund löst und ihr statische Festigkeit, Plastizität verleiht. Der malerischen Dimension des Grundes andererseits, welche die Objektivierung entschärft, die Figur in den Tiefenraum einbettet und sie durch die Auflösung der Körpergrenzen bewegt erscheinen lässt. Dies wird im Film durch die tatsächliche Bewegung noch deutlicher. So wird das chiaroscuro mit seinen Möglichkeiten in einem Bereich beschrieben, der bisher in der Kunstgeschichte wenig erschlossen ist.
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