Der Revolutionsmythos in Mexiko

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214 pages 2005

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Der Literatur über politische Mythen wird ein weiteres Buch hinzugefügt. Seinen Innovationswert leitet es erstens aus dem in Europa selten bearbeiteten Anwendungsgebiet des Mythos auf die mexikanische Revolution und zweitens aus seinem theoretischen Anspruch ab, die Konstellation zwischen Mythen- und Gesellschaftswandel herzustellen. Die mexikanische Revolution von 1910 wird unter dem Gesichtspunkt der Mythentheorie von Ernst Cassirer und Hans Blumenberg und der Gedächtnistheorien von Jan und Aleida Assmann behandelt. In den einzelnen Beiträgen des Sammelbandes fragen die Autoren, zu denen auch die Verfasserin gehört, auf welche Weise und mit welchen Absichten - ikonographisch, rituell und narrativ vermittelt - über die mexikanische Revolution erzählt wurde und welche Entwicklung der Revolutionsmythos selbst im Kontext mit gesellschaftlichen Umbrüchen und politischem Wandel durchlebte. Das Buch macht deutlich, daß politischer Wandel und Mythenwandel zusammenhängen und daß zwischen Mythenwandel und gesellschaftlichen Transformationsprozessen ebenfalls eine innere Konstellation besteht. Die Herausgeberin Raina Zimmering hat Geschichte, Kunstgeschichte und Ethnographie an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert, zur Außenpolitik Argentiniens promoviert und zur Sicherheitspolitik Brasiliens, Argentiniens und Uruguays habilitiert. Unterrichtstätigkeit in den USA, Argentinien und Mexiko. Seit 1994 arbeitete sie an der Humboldt-Universität. Gegenwärtig ist sie am Institut für Geschichtswissenschaften als Lehrbeauftragte für Sozialgeschichte lateinamerikanischer Länder tätig.

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