Deutsches Kriegsziel Irak
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In der Diskussion um eine eventuelle deutsche Beteiligung am Irak-Krieg im Jahr 2003 und der nachfolgenden Besetzung des Zweistromlandes wurde so gut wie nie erwähnt, dass deutsche Streitkräfte in der Vergangenheit bereits dort gekämpft hatten. Als sich die nationalistische irakische Regierung im Frühjahr 1941 gegen die britische Besetzung des Landes erhob, schickte Hitler seine Luftwaffe, Militärberater und Waffen. Als deutsche Truppen in Nordafrika in Richtung Suezkanal und im Russlandfeldzug in den Kaukasus marschierten, konkretisierten sich Pläne für eine große Zangenbewegung, die sich im Irak treffen sollte. Der Irak wurde zum deutschen Kriegsziel. Der von den Briten vertriebene irakische Ministerpräsident Gailani wartete im Berliner Exil darauf, dass er mit deutscher Hilfe wieder in Bagdad eingesetzt werden würde. Er sollte eine Regierung führen, die auf das engste mit dem Deutschen Reich verbunden war. Im Zentrum des deutschen Interesses stand das irakische Öl. Berlin sollte für Förderung und Ausbeutung Vorzugsrechte erhalten. Im Sommer 1942 bestanden die größten deutschen Hoffnungen für einen Durchbruch im Nahen Osten. Damals eröffnete sich auch die Perspektive eines Vorstoßes der mit Deutschland verbündeten Japaner über Indien bis in den Persischen Golf. Aber die Fronten waren bei den riesigen Entfernungen und den beschränkten Mitteln völlig überdehnt. Mit den Niederlagen bei El Alamein und Stalingrad kam der Umschwung. Die Träume vom Zugang zum Öl des Orients lösten sich wie eine Fata Morgana auf.
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