Kein Tempel in Palmyra!
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Alles Gerede über ?Rettung? und ?Wiederaufbau? des ?Weltkulturerbes? Palmyra wird sich daran messen lassen müssen, ob und wie schnell die Zehntausenden von Vertriebenen aus Palmyra und/oder erst ihre Kinder wieder zurückkehren und dort in Frieden werden leben können."00Ausgehend von den Zerstörungen des antiken Weltkulturerbes in Palmyra beleuchtet diese zweisprachige Publikation die Bedeutung der antiken Karawanenstadt als wirtschaftliches und kulturelles Bindeglied unterschiedlicher Kulturtraditionen am Schnittpunkt zwischen Orient und Okzident.00Im Zentrum steht dabei der Beltempel von Palmyra, seine ursprüngliche Gestalt und Bedeutung, seine Geschichte und Erforschung bis hin zu seiner Zerstörung und zu der kontroversen Diskussion um die Möglichkeiten eines Wiederaufbaus.00Der im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtete Beltempel bildete von der Antike an bis zur rabiaten Räumung des Tempelbezirkes durch französische Archäologen ab 1929 den kulturellen Mittelpunkt Palmyras. Spuren in der Architektur belegen die wechselnde, zeitweise wohl sogar gleichzeitige Nutzung unterschiedlicher Religionen und Kulte. Treffend wird auch das seit dem 20. Jahrhundert verstärkte ?pilgern? europäischer Touristen sowie schließlich die Zerstörung durch Terroristen des sogenannten Islamischen Staats in der Argumentation zur interkulturellen Bedeutung des Tempels thematisiert.
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