Humanitare Hilfe und Interessenpolitik
Humanitare Hilfe und Interessenpolitik
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Humanita ren Notlagen im Ausland begegnen Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland regelma ©ig mit umfangreichen Hilfsma©nahmen. Humanita re Hilfe ist dabei das Ergebnis des Zusammenspiels von unterschiedlichen Akteuren: Bundesregierung, in der Auslandshilfe aktive Wohlfahrtsverba nde und zivilgesellschaftliche Organisationen sowie schlie©lich die spendenwillige Bevo lkerung kooperieren in unterschiedlichen Konstellationen und gestalten so gemeinsam ein Politikfeld der Au©enbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland.0Dieses Politikfeld in seiner heutigen Form hat seinen Ursprung in der westdeutschen humanita ren Hilfe fu r Vietnam wa hrend des 'amerikanischen Kriegs' (1965-1973). Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und angesichts der gesellschaftlichen Umbru che der zweiten Ha lfte der 1960er Jahre erhielten zivile Opfer der Ka mpfe in Su dvietnam, auch in den vom Vietkong kontrollierten Gebieten, sowie im sozialistischen Nordvietnam umfangreiche Hilfsleistungen aus der Bundesrepublik Deutschland.0Das zeithistorische Werk zeichnet erstmals anhand umfangreicher, gro ©tenteils bisher nicht vero ffentlichter Quellen die gesamte humanita re Hilfe nach, die die Bundesregierung, die Wohlfahrtsverba nde, neu aufgekommene Hilfsorganisationen wie terre des hommes sowie die Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg in unterschiedlichen Konstellationen fu r die zivilen Opfer des Vietnamkriegs leisteten. Im Rahmen der Hilfe wurde beispielsweise ein Hospitalschiff nach Saigon entsandt, ein SOS-Kinderdorf in Su dvietnam errichtet, ein Krankenhaus in Nordvietnam aufgebaut oder kranke und verletzte Kinder aus Vietnam zur Heilung oder Adoption in die Bundesrepublik verbracht.
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