Karl Bühren Arbeitersportler und Sportfunktionär
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Karl Bühren zählte zu Beginn der 30er Jahre zu den führenden sozialdemokratischen Funktionären der deutschen und internationalen Arbeitersportbewegung. Der gebürtige Elberfelder wurde 1888 geboren und entstammte einfachen Verhältnissen. Nach dem Krieg wurde er 1921 hauptamtlicher Bundesturnwart des Arbeiter-Turn- und Sportbundes (ATSB), einer mächtigen Organisation mit über l Million Mitgliedern. Er verfasste eine Fülle von Artikeln und Büchern zum Arbeitersport und bemühte sich vor allem um den organisatorischen und methodischen Aufbau der Turnspielbewegung (u.a. Leichtathletik, Hockey, Handball) und damit um eine substantielle Reform des Turnsystems im ATSB. In den 20er und 30er Jahren galt Bühren auch als glänzender Organisator großer Sport¬ereignisse wie z. B. der 1. Arbeiter-Olympiade 1925 in Frankfurt. Die Machtübergabe an Hitler stellte für Bühren die entscheidende Zäsur in seinem Leben dar. Nach dem Verbot des ATSB emigrierte Bühren mit seiner Ehefrau Selma und seinem Sohn Karl Friedrich im Mai 1933 in die Tschechoslowakei.
Mit weiteren ehemaligen ATSB-Funktionären wie Heinrich Sorg und Fritz Schreiber gründete Bühren in Aussig die „Kampfgemeinschaft für deutschen Arbeitersport", die sich das gemeinsame Eintreten der sozialdemokratischen und der kommunistischen Arbeitersportbewegung gegen Faschismus und Nationalsozialismus bemühte. Die Anstrengungen der sogenannten „Bühren-Gruppe" fanden jedoch nicht die offizielle Anerkennung der SASI. Bühren reagierte auf seine zunehmende innerverbandliche Isolierung mit dem Übertritt zur kommunistischen Roten Sportinternationale (RSI) und mit der Emigration nach Moskau im Juni 1935, ohne dass er sich jedoch einer kommunistischen Partei anschloss. In Moskau wurde er wieder als Sportdozent an verschiedenen Sportinstituten tätig. Ab 1937 geriet die Familie Bühren in die Mühlen des Stalinistischen Terrors. Nach vergeblichen Ausreiseversuchen erfolgte im März 1938 die Verhaftung von Karl Bühren jun., der zu diesem Zeitpunkt Sportstudent in Moskau war, und wenige Tage später die seines Vaters. Gegen die beiden entschlossenen Antifaschisten wurde die absurde Anklage erhoben, Spionage betrieben bzw. eine Gruppe der Hitler-Jugend in Moskau mitgegründet zu haben. Ihren Ehefrauen teilten die Behörden mit, dass beide Männer zu zehn Jahren Arbeitslager mit Schreibverbot verurteilt worden seien. Die heute zugänglichen Dokumente aus dem KGB-Archiv belegen: Bühren und sein Sohn wurden bereits im Sommer 1938 in Butowo/Moskau hingerichtet.
Mit weiteren ehemaligen ATSB-Funktionären wie Heinrich Sorg und Fritz Schreiber gründete Bühren in Aussig die „Kampfgemeinschaft für deutschen Arbeitersport", die sich das gemeinsame Eintreten der sozialdemokratischen und der kommunistischen Arbeitersportbewegung gegen Faschismus und Nationalsozialismus bemühte. Die Anstrengungen der sogenannten „Bühren-Gruppe" fanden jedoch nicht die offizielle Anerkennung der SASI. Bühren reagierte auf seine zunehmende innerverbandliche Isolierung mit dem Übertritt zur kommunistischen Roten Sportinternationale (RSI) und mit der Emigration nach Moskau im Juni 1935, ohne dass er sich jedoch einer kommunistischen Partei anschloss. In Moskau wurde er wieder als Sportdozent an verschiedenen Sportinstituten tätig. Ab 1937 geriet die Familie Bühren in die Mühlen des Stalinistischen Terrors. Nach vergeblichen Ausreiseversuchen erfolgte im März 1938 die Verhaftung von Karl Bühren jun., der zu diesem Zeitpunkt Sportstudent in Moskau war, und wenige Tage später die seines Vaters. Gegen die beiden entschlossenen Antifaschisten wurde die absurde Anklage erhoben, Spionage betrieben bzw. eine Gruppe der Hitler-Jugend in Moskau mitgegründet zu haben. Ihren Ehefrauen teilten die Behörden mit, dass beide Männer zu zehn Jahren Arbeitslager mit Schreibverbot verurteilt worden seien. Die heute zugänglichen Dokumente aus dem KGB-Archiv belegen: Bühren und sein Sohn wurden bereits im Sommer 1938 in Butowo/Moskau hingerichtet.
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