Kit Cars. Ein Weg zum neuen Volkswagen
18 min read
Rate this book:
About This Book
Kit Cars (Bausatzkraftfahrzeuge)
Schon in den Anfängen der Automobilindustrie gab es für einen speziellen Interessentenkreis die Möglichkeit, ein "Traumfahrzeug" in Eigenregie zu fertigen. Exemplarisch hierfür sei ein 1896 von dem Engländer Thomas Hyler White [1] entwickeltes (Bausatz-) Kraftfahrzeug (engl. Kit Car) genannt, das ebenso wie die Folgemodelle von den jeweiligen Käufern der Bauteile selbst montiert wurde (veröffentlicht wurden u.a. technische Zeichnungen für den Selbstbau in dem Magazin English Mechanic).
Gegenwärtige Bausatzkraftfahrzeuge sind meist Repliken von bekannten und teuren Oldtimern im Maßstab 1:1, die fast jeder handwerklich begabte Mensch eigenständig zu Hause erstellen kann, um nach Vollendung des Projektes öffentliche Straßen mit diesem Automobil zu benutzen. [2] Diese Nachbauten verschiedener bekannter, älterer Autotypen werden in der Regel als nicht komplettierter Bausatz, d.h. mit getrenntem Chassis (Fahrgestell) und Karosserie, erworben. [3] Sie erscheinen äußerlich wie das Original. Anstelle des sonst üblichen "Blechkleides" für die Karosserie werden vom Hersteller in der Regel polyesterharzgetränkte Glasfasermatten [4] zur Fertigung verwendet.
Auf der technischen Seite kann der Interessent an derartigen Fahrzeugen ebenfalls eine deutliche Abweichung vom Original vernehmen. Die Komponenten wie Motor, Getriebe, Achsen etc. werden aktuellen, meist gebrauchten Kraftfahrzeugen entnommen und vor dem Umbau oftmals technisch aufgearbeitet, d.h. verschlissene Teile werden ausgewechselt. Dem Oldtimer-Enthusiasten ermöglichen die Kit Cars somit den Besitz von Fahrzeugen, die für sie im Original ansonsten finanziell unerschwinglich wären. Abgesehen davon sind echte Oldtimer häufig nur begrenzt alltagstauglich.
Legt man zugrunde, dass in England die Idee der ersten Bausatzkraftfahrzeuge bereits Ende des letzten Jahrhunderts eine anwendungsorientierte Umsetzung fand und die entsprechenden technischen Pläne zum privaten Aufbau käuflich zu erwerben waren, verwundert die Unkenntnis über derlei Fahrzeuge in der Bevölkerung durchaus, zumal die VW-Buggy-Umbauten [5] in den 1960er/70er Jahren relativ zahlreich ihr Debut gaben. [6] Die meisten Autofahrer reagieren mit Skepsis, wenn sie das erste Mal von Kit Cars hören. Ihnen erscheint es technisch nicht umsetzbar, sich ein Automobil individuell zu Hause zu montieren und mit diesem dann öffentliche Straßen zu benutzen. Abgesehen davon befürchten sie, dass das Fahrzeug anschließend nicht der obligatorischen Untersuchung [7] in einer "Technischen Prüfstelle" für den Kraftfahrzeugverkehr gerecht werden könnte. Demzufolge muss sich der Kit Car-Enthusiast eine diesem Vorbehalt entsprechende Stigmatisierung gefallen lassen, die ihn als Bastler abstempelt. Hierin zeigt sich, dass es für den Erfolg eines Artefaktes nicht ausreicht, ein gut konzipiertes technisches Produkt anzubieten (auch mit Mustergutachten über die einzelnen Bauteile der Kit Cars), sondern es gesellschaftlich angenommen werden muss. Der Markt für diese Fahrzeuge und der Mangel an Akzeptanz an Kit Cars (z.B. kulturell bedingt) erhält somit auch eine starke soziale Dimension.
Der Bau eines Kit Cars sollte nicht nur als kuriose Nischenbeschäftigung betrachtet werden, sondern die Überlegung Integration finden, inwieweit dieses Produkt Möglichkeit – als Alternative zur konventionellen Autoindustrie – zu weiterführenden gesellschaftlichen Veränderungen bieten könnte.
Es kann die Frage aufgeworfen werden, aus welchen Gründen die Modalitäten nicht gegeben sind, um einen erhöhten Absatz von Kit Cars zu begünstigen. Zur Beantwortung der Frage nach Absatzausweitung, unter Einbezug der Aufteilung in fahrfertige Modelle (kommerzielle Herstellung) und Bausätze (Fertigstellung durch Privatpersonen), müssen unterschiedliche Bereiche wie Arbeit, Freizeit, Ökonomie, Schulsysteme sowie rechtliche Grundlagen in unserem System berücksichtigt werden. Dabei ergibt sich, dass insbesondere in Deutschland unterschiedliche Lebensstile mit ihren Individualisierungstendenzen zu einem anderen Umgang mit Bausatzkraftfahrzeugen beitragen, als beispielsweise in den USA oder Großbritannien; betrachtet man nämlich deren Schulausbildungssysteme, so weisen diese nicht das Defizit polytechnischer Bildung [8] auf, das aufgrund einer zu verwissenschaftlichten Vermittlung von Lehrstoff speziell in Westdeutschland [9] zu beobachten ist. Wohl auch deshalb ist es in den USA und Großbritannien gang und gäbe, sich ein Auto in Eigenregie zu montieren. In einer postmateriellen Gesellschaft wie in der BRD zeigt sich zudem, dass ein Kit Car im Rahmen des Selbstzusammenbaus nur die Stellung eines Freizeitobjektes einnehmen kann und die Chance des Neubegreifens von Technik und individueller Mobilität vom Gros der Bevölkerung nicht als eine solche wahrgenommen wird. Als ein signifikantes Ergebnis der Fachpublikationen zu dieser Thematik kristallisiert sich heraus, dass der private Kit Car-Bau aufgrund der gesellschaftlichen (Konsum-) Verhältnisse nicht wie ein konventionelles "Auto von der Stange" Fuß fassen kann. Insbesondere spricht der Faktor Zeit gegen einen erhöhten Absatz von Bausätzen, denn unter einem Kontingent von 100 Stunden ist der Zusammenbau eines Kit Cars nicht zu bewerkstelligen. Der quantitative zeitliche Aufwand kollidiert mit der schnelllebigen innenorientierten Bedürfnisbefriedigung innerhalb unserer "Erlebnisgesellschaft" [10] und erklärt somit zum Großteil die eingeschränkte Möglichkeit einer Progression von Bausatzkraftfahrzeugen als Alltagsautos und Freizeitobjekten. Wie auch eine eigens unternommene Befragung im Rahmen einer empirischen Untersuchung [11] von rund 600 Bausatzkraftfahrzeug-Eigentümern in der BRD, den USA und Großbritannien aufzeigt, ist das von der Autoindustrie über Jahrzehnte geschaffene Leitbild vom "rollenden High-Tech-Gerät" so stark, dass die mit dem Bastler-Image der Vergangenheit behafteten Kit Cars als Alltagsauto kaum Paroli bieten können. Insgesamt zeigt sich zwar das Bedürfnis vieler Autointeressierter, ein Kit Car zu erwerben (wie auch die diversen fachspezifischen monatlich erscheinenden englischsprachigen Magazine und jährlichen Kataloge beweisen), dieses steht allerdings mit spezifischen Gegebenheiten unserer Gesellschaft in Widerspruch.
In Hinblick auf eine Umstrukturierung der Produktionsform [12] (Konzentration der Arbeit) kann davon ausgegangen werden, dass im Vergleich zu anderen Segmenten auch im Automobilbereich Bausatzkraftfahrzeuge die Kriterien zum Schritt in Richtung Small Technology und Local Economy als eine Form der Dezentralisierung erfüllen könnten, analog dem LKW-Spezialfahrzeugbau.
[1] siehe Alan Sutton, Mr. White and his motor cars, in: The Automobile, June 1986, S. 29ff
[2] Gemäß einer vom Autor Dr. Dr. Ingo Stüben ausgewerteten Umfrage von fast 600 Kit Car-Eigentümern in den USA, England und Deutschland liegt der Zeitaufwand für die Montage je nach Modell und Status des erworbenen Halbfertigproduktes zwischen 100 und 1500 Stunden. Veröffentlicht in: Bausatzkraftfahrzeuge (Kit Cars) als ein Beispiel technischer Freizeit- und Mobilitätsinnovation, Tectum Verlag, Marburg 2000
[3] Ein explizit dargestelltes Beispiel findet sich in der Publikation: Ingo Stüben, Mallory. Die Entwicklung eines Kit Cars, editiononline.de, Hamburg 2004
[4] Für die polyesterharzgetränkte Glasfaser wird meist die Kurzbezeichnung GFK verwendet. Dieses GFK findet große Anwendung im Bootsbau. Rümpfe von Sportbooten oder Kanus werden aufgrund der einfachen Verarbeitungsmöglichkeit fast ausschließlich aus diesem Material gefertigt. Als kalthärtendes Medium mittels Zusatz (Härter) bietet GFK dem Anwender die Möglichkeit, Bauteile mit relativ geringem Aufwand in einer Form frei zu gestalten.
[5] VW-Buggies werden auf dem Fahrgestell des VW-Käfers aufgebaut. Hierzu wird die mittels Schraubverbindungen verbundene Karosserie vom Fahrgestell (Chassis) getrennt und stattdessen eine Karosserie (GFK) aus dem Kfz-Zubehörhandel montiert. Der Buggy (engl. Dune Buggy) stellte mit relativ wenig Aufwand ein individuell gestaltetes, offenes, jeepähnliches (Fun-)Fahrzeug dar.
[6] siehe hierzu auch die Veröffentlichung: Ingo Stüben, Kit Cars. Ein Weg zum neuen Volkswagen, editiononline.de, Hamburg 2004
[7] So wird jedes Kfz über 6 km/h ohne allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder einer EG-Typengenehmigung (EG-TG) beispielsweise in Deutschland einer technischen Untersuchung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen einer technischen Prüfstelle gemäß § 21 Straßenverkehrszulassungsordnung (STVZO) vor der ersten amtlichen Zulassung für den deutschen Straßenverkehr unterzogen. Siehe hierzu § 16 STVZO und § 18 Abs. 1 STVZO
[8] siehe Heinz Frankiewicz, Technik und Bildung, Berlin 1967
[9] siehe W. Schmayl, Pädagogik und Technik, Bad Heilbrunn 1989
[10] siehe Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart, Frankfurt/M 1993
[11] siehe Ingo Stüben, Bausatzkraftfahrzeuge (Kit Cars) als ein Beispiel technischer Freizeit- und Mobilitätsinnovation, Tectum Verlag, Marburg 2000
[12] siehe Norbert R. Müllert, Veränderungschancen in der Industriegesellschaft. Die Botschaft von einer sanften Lebens- und Technikform, in: Technologie und Politik 11, Reinbek 1978
Schon in den Anfängen der Automobilindustrie gab es für einen speziellen Interessentenkreis die Möglichkeit, ein "Traumfahrzeug" in Eigenregie zu fertigen. Exemplarisch hierfür sei ein 1896 von dem Engländer Thomas Hyler White [1] entwickeltes (Bausatz-) Kraftfahrzeug (engl. Kit Car) genannt, das ebenso wie die Folgemodelle von den jeweiligen Käufern der Bauteile selbst montiert wurde (veröffentlicht wurden u.a. technische Zeichnungen für den Selbstbau in dem Magazin English Mechanic).
Gegenwärtige Bausatzkraftfahrzeuge sind meist Repliken von bekannten und teuren Oldtimern im Maßstab 1:1, die fast jeder handwerklich begabte Mensch eigenständig zu Hause erstellen kann, um nach Vollendung des Projektes öffentliche Straßen mit diesem Automobil zu benutzen. [2] Diese Nachbauten verschiedener bekannter, älterer Autotypen werden in der Regel als nicht komplettierter Bausatz, d.h. mit getrenntem Chassis (Fahrgestell) und Karosserie, erworben. [3] Sie erscheinen äußerlich wie das Original. Anstelle des sonst üblichen "Blechkleides" für die Karosserie werden vom Hersteller in der Regel polyesterharzgetränkte Glasfasermatten [4] zur Fertigung verwendet.
Auf der technischen Seite kann der Interessent an derartigen Fahrzeugen ebenfalls eine deutliche Abweichung vom Original vernehmen. Die Komponenten wie Motor, Getriebe, Achsen etc. werden aktuellen, meist gebrauchten Kraftfahrzeugen entnommen und vor dem Umbau oftmals technisch aufgearbeitet, d.h. verschlissene Teile werden ausgewechselt. Dem Oldtimer-Enthusiasten ermöglichen die Kit Cars somit den Besitz von Fahrzeugen, die für sie im Original ansonsten finanziell unerschwinglich wären. Abgesehen davon sind echte Oldtimer häufig nur begrenzt alltagstauglich.
Legt man zugrunde, dass in England die Idee der ersten Bausatzkraftfahrzeuge bereits Ende des letzten Jahrhunderts eine anwendungsorientierte Umsetzung fand und die entsprechenden technischen Pläne zum privaten Aufbau käuflich zu erwerben waren, verwundert die Unkenntnis über derlei Fahrzeuge in der Bevölkerung durchaus, zumal die VW-Buggy-Umbauten [5] in den 1960er/70er Jahren relativ zahlreich ihr Debut gaben. [6] Die meisten Autofahrer reagieren mit Skepsis, wenn sie das erste Mal von Kit Cars hören. Ihnen erscheint es technisch nicht umsetzbar, sich ein Automobil individuell zu Hause zu montieren und mit diesem dann öffentliche Straßen zu benutzen. Abgesehen davon befürchten sie, dass das Fahrzeug anschließend nicht der obligatorischen Untersuchung [7] in einer "Technischen Prüfstelle" für den Kraftfahrzeugverkehr gerecht werden könnte. Demzufolge muss sich der Kit Car-Enthusiast eine diesem Vorbehalt entsprechende Stigmatisierung gefallen lassen, die ihn als Bastler abstempelt. Hierin zeigt sich, dass es für den Erfolg eines Artefaktes nicht ausreicht, ein gut konzipiertes technisches Produkt anzubieten (auch mit Mustergutachten über die einzelnen Bauteile der Kit Cars), sondern es gesellschaftlich angenommen werden muss. Der Markt für diese Fahrzeuge und der Mangel an Akzeptanz an Kit Cars (z.B. kulturell bedingt) erhält somit auch eine starke soziale Dimension.
Der Bau eines Kit Cars sollte nicht nur als kuriose Nischenbeschäftigung betrachtet werden, sondern die Überlegung Integration finden, inwieweit dieses Produkt Möglichkeit – als Alternative zur konventionellen Autoindustrie – zu weiterführenden gesellschaftlichen Veränderungen bieten könnte.
Es kann die Frage aufgeworfen werden, aus welchen Gründen die Modalitäten nicht gegeben sind, um einen erhöhten Absatz von Kit Cars zu begünstigen. Zur Beantwortung der Frage nach Absatzausweitung, unter Einbezug der Aufteilung in fahrfertige Modelle (kommerzielle Herstellung) und Bausätze (Fertigstellung durch Privatpersonen), müssen unterschiedliche Bereiche wie Arbeit, Freizeit, Ökonomie, Schulsysteme sowie rechtliche Grundlagen in unserem System berücksichtigt werden. Dabei ergibt sich, dass insbesondere in Deutschland unterschiedliche Lebensstile mit ihren Individualisierungstendenzen zu einem anderen Umgang mit Bausatzkraftfahrzeugen beitragen, als beispielsweise in den USA oder Großbritannien; betrachtet man nämlich deren Schulausbildungssysteme, so weisen diese nicht das Defizit polytechnischer Bildung [8] auf, das aufgrund einer zu verwissenschaftlichten Vermittlung von Lehrstoff speziell in Westdeutschland [9] zu beobachten ist. Wohl auch deshalb ist es in den USA und Großbritannien gang und gäbe, sich ein Auto in Eigenregie zu montieren. In einer postmateriellen Gesellschaft wie in der BRD zeigt sich zudem, dass ein Kit Car im Rahmen des Selbstzusammenbaus nur die Stellung eines Freizeitobjektes einnehmen kann und die Chance des Neubegreifens von Technik und individueller Mobilität vom Gros der Bevölkerung nicht als eine solche wahrgenommen wird. Als ein signifikantes Ergebnis der Fachpublikationen zu dieser Thematik kristallisiert sich heraus, dass der private Kit Car-Bau aufgrund der gesellschaftlichen (Konsum-) Verhältnisse nicht wie ein konventionelles "Auto von der Stange" Fuß fassen kann. Insbesondere spricht der Faktor Zeit gegen einen erhöhten Absatz von Bausätzen, denn unter einem Kontingent von 100 Stunden ist der Zusammenbau eines Kit Cars nicht zu bewerkstelligen. Der quantitative zeitliche Aufwand kollidiert mit der schnelllebigen innenorientierten Bedürfnisbefriedigung innerhalb unserer "Erlebnisgesellschaft" [10] und erklärt somit zum Großteil die eingeschränkte Möglichkeit einer Progression von Bausatzkraftfahrzeugen als Alltagsautos und Freizeitobjekten. Wie auch eine eigens unternommene Befragung im Rahmen einer empirischen Untersuchung [11] von rund 600 Bausatzkraftfahrzeug-Eigentümern in der BRD, den USA und Großbritannien aufzeigt, ist das von der Autoindustrie über Jahrzehnte geschaffene Leitbild vom "rollenden High-Tech-Gerät" so stark, dass die mit dem Bastler-Image der Vergangenheit behafteten Kit Cars als Alltagsauto kaum Paroli bieten können. Insgesamt zeigt sich zwar das Bedürfnis vieler Autointeressierter, ein Kit Car zu erwerben (wie auch die diversen fachspezifischen monatlich erscheinenden englischsprachigen Magazine und jährlichen Kataloge beweisen), dieses steht allerdings mit spezifischen Gegebenheiten unserer Gesellschaft in Widerspruch.
In Hinblick auf eine Umstrukturierung der Produktionsform [12] (Konzentration der Arbeit) kann davon ausgegangen werden, dass im Vergleich zu anderen Segmenten auch im Automobilbereich Bausatzkraftfahrzeuge die Kriterien zum Schritt in Richtung Small Technology und Local Economy als eine Form der Dezentralisierung erfüllen könnten, analog dem LKW-Spezialfahrzeugbau.
[1] siehe Alan Sutton, Mr. White and his motor cars, in: The Automobile, June 1986, S. 29ff
[2] Gemäß einer vom Autor Dr. Dr. Ingo Stüben ausgewerteten Umfrage von fast 600 Kit Car-Eigentümern in den USA, England und Deutschland liegt der Zeitaufwand für die Montage je nach Modell und Status des erworbenen Halbfertigproduktes zwischen 100 und 1500 Stunden. Veröffentlicht in: Bausatzkraftfahrzeuge (Kit Cars) als ein Beispiel technischer Freizeit- und Mobilitätsinnovation, Tectum Verlag, Marburg 2000
[3] Ein explizit dargestelltes Beispiel findet sich in der Publikation: Ingo Stüben, Mallory. Die Entwicklung eines Kit Cars, editiononline.de, Hamburg 2004
[4] Für die polyesterharzgetränkte Glasfaser wird meist die Kurzbezeichnung GFK verwendet. Dieses GFK findet große Anwendung im Bootsbau. Rümpfe von Sportbooten oder Kanus werden aufgrund der einfachen Verarbeitungsmöglichkeit fast ausschließlich aus diesem Material gefertigt. Als kalthärtendes Medium mittels Zusatz (Härter) bietet GFK dem Anwender die Möglichkeit, Bauteile mit relativ geringem Aufwand in einer Form frei zu gestalten.
[5] VW-Buggies werden auf dem Fahrgestell des VW-Käfers aufgebaut. Hierzu wird die mittels Schraubverbindungen verbundene Karosserie vom Fahrgestell (Chassis) getrennt und stattdessen eine Karosserie (GFK) aus dem Kfz-Zubehörhandel montiert. Der Buggy (engl. Dune Buggy) stellte mit relativ wenig Aufwand ein individuell gestaltetes, offenes, jeepähnliches (Fun-)Fahrzeug dar.
[6] siehe hierzu auch die Veröffentlichung: Ingo Stüben, Kit Cars. Ein Weg zum neuen Volkswagen, editiononline.de, Hamburg 2004
[7] So wird jedes Kfz über 6 km/h ohne allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder einer EG-Typengenehmigung (EG-TG) beispielsweise in Deutschland einer technischen Untersuchung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen einer technischen Prüfstelle gemäß § 21 Straßenverkehrszulassungsordnung (STVZO) vor der ersten amtlichen Zulassung für den deutschen Straßenverkehr unterzogen. Siehe hierzu § 16 STVZO und § 18 Abs. 1 STVZO
[8] siehe Heinz Frankiewicz, Technik und Bildung, Berlin 1967
[9] siehe W. Schmayl, Pädagogik und Technik, Bad Heilbrunn 1989
[10] siehe Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart, Frankfurt/M 1993
[11] siehe Ingo Stüben, Bausatzkraftfahrzeuge (Kit Cars) als ein Beispiel technischer Freizeit- und Mobilitätsinnovation, Tectum Verlag, Marburg 2000
[12] siehe Norbert R. Müllert, Veränderungschancen in der Industriegesellschaft. Die Botschaft von einer sanften Lebens- und Technikform, in: Technologie und Politik 11, Reinbek 1978
Buy This Book
As an Amazon Associate and Bookshop.org affiliate, BookOrb earns from qualifying purchases.
Write a Review
Sign in to write a review.