Arbeiter gegen den 'Kommunismus'
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Die zugänglichen DDR-Kritiken von "Links" analysieren den sozialistischen Staat mit der einseitigen Vorliebe für die Warenkategorien. Auch wenn von einigen das Schema Sozialismus = Plan und Kapitalismus = Markt nicht so unbekümmert gehandhabt wird, sondern eine verhohlene Sympathie für die Theoretiker des demokratischen Sozialismus spürbar ist - aus der abstrakt kategorialen Beschränktheit kommt keiner heraus.
Weshalb in der DDR der Kommunismus nicht aufgebaut werden konnte - ist das Thema von Sarels Buch, das 1958 in französischer Sprache veröffentlicht wurde. Ausgangspunkt und dauerndes Leitmotiv ist der Arbeiterkampf. Dabei hat Sarel eine Auffassung von proletarischem Widerstand, die man eigentlich nur einem zutrauen könnte, der sich mit den FIAT-Kämpfen und Renaultstreiks Ende der Sechziger Jahre beschäftigt hat. Der Arbeiterwiderstand beginnt mit dem Kampf in den Abteilungen gegen die kapitalistische Organisation der Produktion, gegen den Taylorismus, der seit Beginn der sowjetischen Besatzung bestimmendes Moment im sozialistischen Fabriksystem war. Kampf gegen die Normen und für höheren Lohn. Auf den Baustellen der Stalinallee, in den großen Chemiewerken, bei den Maschinenbauern in Sachsen und den Bergleuten in Schlesien entdeckt Sarel das Grundübel an dem alle sozialistischen Gesellschaften in Osteuropa kranken - die große proletarische Verweigerung, die unproduktivistische Haltung der Arbeiter, ihren Kampf gegen die Arbeit. Die Vielfältigkeit der Kampfformen reicht von konkreten Aktionen gegen die von der Partei eingesetzten Zeitnehmer, bis zu den Formen des bewaffneten Aufstandes gegen den sozialistischen Unternehmerstaat am 17. Juni 1953.
Sarels Buch ist der Versuch, die DDR‑Geschichte vom Arbeiterstandpunkt aus zu schreiben. Es reiht sich damit ein in die Texte revolutionärer Historiker, die die Institutionengeschichte der Arbeiterbewegung denunzieren, indem sie die wirkliche Lebens- und Arbeitsgeschichte des Proletariats ans Licht bringen.
Weshalb in der DDR der Kommunismus nicht aufgebaut werden konnte - ist das Thema von Sarels Buch, das 1958 in französischer Sprache veröffentlicht wurde. Ausgangspunkt und dauerndes Leitmotiv ist der Arbeiterkampf. Dabei hat Sarel eine Auffassung von proletarischem Widerstand, die man eigentlich nur einem zutrauen könnte, der sich mit den FIAT-Kämpfen und Renaultstreiks Ende der Sechziger Jahre beschäftigt hat. Der Arbeiterwiderstand beginnt mit dem Kampf in den Abteilungen gegen die kapitalistische Organisation der Produktion, gegen den Taylorismus, der seit Beginn der sowjetischen Besatzung bestimmendes Moment im sozialistischen Fabriksystem war. Kampf gegen die Normen und für höheren Lohn. Auf den Baustellen der Stalinallee, in den großen Chemiewerken, bei den Maschinenbauern in Sachsen und den Bergleuten in Schlesien entdeckt Sarel das Grundübel an dem alle sozialistischen Gesellschaften in Osteuropa kranken - die große proletarische Verweigerung, die unproduktivistische Haltung der Arbeiter, ihren Kampf gegen die Arbeit. Die Vielfältigkeit der Kampfformen reicht von konkreten Aktionen gegen die von der Partei eingesetzten Zeitnehmer, bis zu den Formen des bewaffneten Aufstandes gegen den sozialistischen Unternehmerstaat am 17. Juni 1953.
Sarels Buch ist der Versuch, die DDR‑Geschichte vom Arbeiterstandpunkt aus zu schreiben. Es reiht sich damit ein in die Texte revolutionärer Historiker, die die Institutionengeschichte der Arbeiterbewegung denunzieren, indem sie die wirkliche Lebens- und Arbeitsgeschichte des Proletariats ans Licht bringen.
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