Eisenväter
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Mit diesem Band meldet sich Gert Heidenreich, der bisher als Prosa- und Theaterautor hervorgetreten ist, auch als Lyriker zu Wort. Und wie auf der Bühne, wie in seinen Romanen und Erzählungen, spricht er auch in seinen Gedichten von der Fremdheit der Menschen untereinander und in ihrem Verhältnis zur Natur - politischen Themen also in unserer Zeit, da Ausrottung der Natur und Ausrottung des Menschen Hand in Hand gehen: "Verdun, Auschwitz, / Hiroshima, Tschernobyl sind die / Städte des Eisengeschlechts, die / Vornamen meines Jahrhunderts", heißt es in dem großen, den "Metamorphosen" des Ovid nachspürenden Gedicht "Das vierte Geschlecht". Heidenreichs Lyrik redet nicht von Politik, versucht nicht, sich in tagespolitischer Rhetorik umzutun - sie ist politisch, weil alle ihre Bilder, ihre Anrufe, ihre Anreden auf den Menschen zielen, auf den Menschen in einer Welt, auf die er angewiesen ist. Wie in Brechts "Buckower Elegien" gerät die Ruhe der Natur in diesen Versen zum Spiegel der Unruhe des Menschen, zum Gegenbild der großen Apokalypse, die die Menschheit sich zu bereiten auf dem besten Wege ist: "Die letzte Flut wird alle Wörter spalten, / Und ihres Klanges kalte Asche wird den / Glanz der Steine löschen."
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