Magie, Politik und Religion
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Magie, Politik und Religion

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499 pages 2019

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"Magier am Hof, um den geisteskranken König von Frankreich zu heilen. Ein Onkel, der mit Gerüchten und Magieworwürfen den Auftragsmord am Bruder des Königs zu legitimieren sucht. Eine angeheiratete lombardische Prinzessin, die des Giftmordes am Thronfolger beschuldigt wird. Dazu soziale Unruhen, Bürgerkrieg und Hundertjähriger Krieg--das ist der Kontext, in dem die Pariser Theologen Jean Gerson, Jacques Legrand und Jean Petit um 1400 ihre magiekritischen Schriften verfassten. Derartige theologische Magiekritik, häufig von kompilatorischem Charakter und nach bekanntem Muster argumentierend, wurde in der Forschung lange als bloßer moralisierender Reflex von Theologen gewertet und entsprechend ignoriert. Die Studie zeigt auf, dass es sich in den vorleigenden Fällen aber keineswegs um unpolitische Kommentare weltfremder Autoren handelt, sondern um akteursgetriebenes politisches Handeln innerhalb spezifischer Öffentlichkeiten--und das gilt sowohl auf der Ebene einer 'Kulturgeschichte des Politischen' als auch mit Blick auf die konkreten politischen Verstrickungen der Theologen." --

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