Sprachgeschichte und Epigraphik
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Sprachgeschichte und Epigraphik

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233 pages 2017

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Anhand repräsentativer Fallstudien aus der Griechischen und Römischen Antike widmet sich dieser Band der 0Frage, in welcher Weise sich epigraphische und sprachgeschichtliche Forschungen gegenseitig beeinflussen und bereichern können. Er möchte damit einen Anstoß zu einer Erneuerung der traditionsreichen, heute aber angesichts der disziplinären Spezialisierung auf beiden Seiten nicht mehr selbstverständlichen Zusammenarbeit liefern. Die einzelnen Beiträge zeigen, wie einerseits die verschiedenen Ebenen der linguistischen Analyse - von der Graphematik und Diskursanalyse bis hin zur Text - sowie Soziolinguistik - bei der Erschließung epigraphisch überlieferter Texte maßgeblich dazu beitragen können, diese Dokumente am Ende nicht nur sprachlich, sondern auch historisch und kulturell adäquat zu beurteilen, wie aber umgekehrt die Berücksichtigung solcher für die Sprachwissenschaft oft 'unbequemer' Quellen bisweilen auch dazu zwingt, etablierte Lehrmeinungen zu modifizieren oder zu korrigieren. Indem neben Zeugnissen aus Griechenland und Italien auch solche aus den Kolonien bzw. Römische Provinzen berücksichtigt werde und die Einzeluntersuchungen Aspekte der Sprachentwicklung von der Mykenischen Epoche bis in die Lateinische Spätantike ins Auge fassen, ensteht ein breites Panorama, das nicht nur neue Resultate bietet zu spezifischen Inschriften und Corpora (wie dem archaischen Gesetz von Gortyn, Dialektinschriften aus Euböa und Sizilien, klassisch-griechischen und altlateinischen Vasenaufschriften, kaiserzeitlichen 'defixiones' oder dem mysteriösen Carmen Arvale), sondern das gleichzeitig auch dazu einlädt, die hier vertretenen methodischen Ansätze auf weiteres Material zu übertragen.

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