Gilbert Bretterbauer
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Gilbert Bretterbauer

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59 pages 2006

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Je weiter Gilbert Bretterbauer in seiner Welt der Texte und Textilien vorangeht, desto deutlicher wird die Aktualität seines Werks. Das Textile war einmal Ornament und Dekor, heute ist Bretterbauers ?textiles Denken? (D. Zyman) allgegenwärtig, als Desiderat eines wandlungsfähigen, lösungsorientierten Denkens in komplexen gesellschafts- und umweltpolitischen Konfliktsituationen. Es akzeptiert die unendliche Verworrenheit und trügerische Weichheit seines Materials, das Ephemere und Fragmentarische seiner Gestaltung, die Unabschließbarkeit der in Gang gesetzten Prozesse. Und aus der Wahrnehmung dieser Gegebenheiten entstehen die fließenden, vorläufigen, immer wieder auftrennbaren und widerrufbaren Axiome seines Denkens und künstlerischen Handelns. Auf diese Weise verstrickte Penelope die starren Setzungen ihrer Gegner in unendlichen Aufschub; und ihren geschickten Umgang mit Nadel und Faden nutzten die "kleinen" Liliputaner, um Gulliver für eine kurze Weile in einen amorphen Brocken zu verwandeln. Die rücksichtsvolle Eleganz dieser Methoden der konzeptuell-textilen Denkweise wird heute weniger wahrgenommen, ihre Überlebenswichtigkeit darf nicht mehr aus dem Blick geraten.00Exhibition: Wir Zeigen (Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien - ehem. Semperdepot), Wien, Austria (11.04. - 30.04.2019).

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