Gefährliche Metaphern
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Gefährliche Metaphern

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266 pages 2019

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"Mentalitätsgeschichtliche Entwicklungslinien im Protestantismus werden nachgezeichnet sowie Diskurse kirchenhistorish beleuchtet und sprachwissenschaftlich analysiert. Dabei zeigt sich, dass massive Abwehrhaltung und sprachliche Radikalität nur teilweise auf unfreie Kommunikationsstrukturen im totalitären NS-Staat zurückzuführen sind. Vielmehr hatten Publikationen, die vor kommunistischen Einflüssen in Deutschland warnten, bereits am Ende der Weimarer Republick Hochkonjunktur. Als hochgradig verbindend wirkte die Furcht vor der sogenannten 'Weltgefahr des Bolschewismus.' Evangelische Autoren und Autorinnen multiplizierten populistische Metaphern, die als existentiell empfundene Ängste widerspiegelten. Der Blick für die Komplexität ging durch deren kontinuierliche Verwendung allerdings verloren und trug dazu bei, offensichtliches Unrecht im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion nicht zu erkennen bzw. protestlos hinzunehmen. Nach 1945 entschärften die meisten Autoren zwar ihre Rhetorik, Ressentiments wirkten allerdings fort."--

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