Verfassung ohne Gottesbezug?
Zu einer aktuellen europäischen Kontroverse
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Soll es in der Präambel des Verfassungsvertrags der Europäischen Union eine Bezug- nahme auf Gott geben oder wenigstens einen expliziten Hinweis auf die christliche Fundierung Europas? An dieser Frage scheiden sich die Geister nach wie vor, auch wenn ein solcher Bezug im derzeitigen Vertragstext nicht enthalten ist. Der Band präsentiert die wesentlichen Argumente dieser Debatte anhand von drei Beiträgen, die die unterschiedlichen Positionen pointiert zur Sprache bringen. Der Leipziger Jurist Helmut Goerlich legt die Gründe dar, die ¿ vor allem aus juristischer Sicht ¿ gegen einen Gottesbezug sprechen. Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sprechen sich demgegenüber deutlich für einen Gottesbezug in der Präambel des Verfassungsvertrages aus. Ihre Argumente verdienen es, gerade während des Ratifikationsprozesses weiterhin bedacht zu werden. So wird auf ausgesprochen informative und lebendige Weise eine hilfreiche Orientierung in dieser geistes- und kulturpolitischen Kontroverse gegeben.
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