Tiere in der Kunst
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Lebendige Tiere sind als Akteure der zeitgenössischen Kunst schillernde Objekte und spannende Faktoren zugleich. Warum arbeiten Künstler*innen mit lebendigen Tieren? Und in welchem Verhältnis stehen ihre Einsätze zu Gattungsfragen, der Entgrenzung der Kunst oder gesellschaftlichem Zeitgeschehen? Nike Dreyer stellt einen umfassenden Querschnitt von Kunstwerken seit den 1960er Jahren bis zum Anfang der 2000er dar. Übersichtlich zeichnet sie Theorien zu Performance und Installation nach, um die verschiedenen Werke darin zu verankern und kontextualisiert sie durch anthropologische, juristische oder naturwissenschaftliche Diskurse. Die künstlerischen Strategien im Umgang mit lebendigen Tieren, etwa von Jannis Kounellis, Joseph Beuys, Ana Mendieta, Hermann Nitsch, Rosemarie Trockel, Carsten Höller, Pierre Huyghe und Kristina Buch werden systematisiert und ihre Werke präzise skizziert. Das Paradigma entgrenzter Kunst erhält so erstmals unter dem Vorzeichen der Tiere einen kunstwissenschaftlichen Atlas, der eine breit gefächerte und komplexe Kunstgeschichte aus einer innovativen Perspektive erzählt.
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