Antwan und Pachom, ein Beitrag zur Glockenkunde
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"Winfried Meyers Untersuchung bietet eine kontextualisierende Darstellung des anachoretischen und des koinobitischen Lebens im Ägypten des vierten nachchristlichen Jahrhunderts und eine Betrachtung zur Formierung der abendländischen Disziplin. Den philologischen Faden zu seiner Darstellung, nimmt Meyer hierzu in zwei Kapiteln bei einer sehr wenig beachteten koptischen Sentenzensammlung des vierten Jahrhunderts, den Verba Antonii, sowie bei der Sammlung der sogenannten Regel des Pachom auf. Er bearbeitet diese Quellen unter Umgehung der hagiographischen Deutung der Anfänge des abendländischen Mönchtums, die aus seiner Sicht irreführend sind. Seine Quellen geben einen Einblick in eine Entwicklungsstufe der ägyptischen Rückzugsgemeinschaften, die noch vor dem literarischen Prozess liegt, der seit dem späten vierten Jahrhundert diesbezüglich für die römische Hocharistokratie formuliert wird. In einem dritten Kapitel führt Meyer die systematische Fragestellung seiner Untersuchung aus. Mit Blick auf den, so seine These, fortwährend genozidalen Charakter der Geschichte der okzidentalen Menschheit, geht er auf die Suche nach grundlegenden Elementen der Funktion der abendländischen Disziplin, wie sie gerade in der Entfaltung der Klosterdisziplin, –verwaltung und -wirtschaft zunächst für Europa und nun global wirksam geworden ist. Der Begriff der Glockenkunde spielt auf diesen Hintergrund an."--
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